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Geologie

Allgemeines

von Kapadokien

Einmalige Felsformationen und traumhaften Landschaften in Kappadokien


Im Zentrum einer Landschaft mit ehemals intensiver vulkanischer Tätigkeit, liegt das UNESCO Weltkultur- und Naturerbe Göreme-Kappadokien.

Ursprünglich wurde die Landschaft Anatoliens von großen Seenplatten und tropischen Sumpflandschaften bestimmt. Hier waren verschiedene Urtiere zuhause, die mit ihrer pflanzen- und fleischfressender Art die Population bestimmten. Als sich das Taurusgebirge im Süden weiter erhob, wurden im Inneren Anatoliens große Mengen Lava langsam an die Erdoberfläche gedrückt, was schließlich zur Bildung der Vulkanlandschaft Kappadokien führte.

Im Umkreis der Vulkane Erciyes (3916 m), dem Berg Hasan Dagi, und der Melendiz-Bergketten zwischen den türkischen Städten Kayseri, Aksaray und Nigde kam es vor allem seit dem Neogen, also in erdgeschichtlich relativ junger Zeit zu bedeutenden Eruptionen, die neben Lava auch große Mengen Tuff-Aschen in ein ca. 10.000 km² großes Gebiet schleuderten, was heute als Kappadokien bezeichnet wird. Die Landschaft Zentralanatoliens wurde durch neugebildete Vulkanberge und verschiedene Schichten vulkanischer Tuffe, neu geprägt. Während die tiefer liegenden Sumpf- und Seenplatten von den Lava und Magmamassen zugeschüttet wurden.

Über die Jahrhunderte verdichteten sich diese, durch unregelmäßige Ausbrüche entstandenen Schichten vulkanischer Tuffe zu einem relativ festen Gestein, das je nach Lage und Eruptionshorizont bis heute außerordentlich schnell abgetragen wird. Im weiteren Wechsel zwischen Eruption und Ruhepausen wuchsen die Vulkane weiter an und steigerten sich in der Übergangszeit zwischen Pliozän und Pleistozän zu den heftigsten Ausbrüchen, die die heutige regionale Landschaft maßgeblich mitgestaltet haben. Die vulkanischen Tätigkeiten dauerten bis in geschichtliche Zeit an und werden auch in steinzeitlichen Wandgemälden in der südlich von Konya liegenden Ursiedlung Catal Hüyük (ca. 8000 v. Chr.) dargestellt. Bis in das 18. Jahrhundert hinein wurde in der Region des Berges "Erciyes Dagi" bei Kayseri von aktiven Rauchsäulen berichtet, die allerdings bis zur heutigen Zeit zum Stillstand gekommen sind.

Durch die Folge von vulkanischen Ausbrüchen dehnte sich das ehemalige Seengebiet um Ürgüp und in den Tallandschaften des späteren Flusses Kizilirmak weiter aus. Dies führte zu Sedimentablagerungen von Erden und Tonen, die später vor allem für die Töpferstadt Avanos von Bedeutung wurden.

Textquelle: Wikipedia unter GNU Lizenz überarbeitet von Peter Kaiser

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