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Allgemeines
Kappadokiens Geheimnisse
Großer runder Stein, der bei Gefahr die Eingänge der Höhlenstadt abriegelte
Die unterirdische Stadt Mazi
Die Stadt Mazi (antiker Name "Mataza") liegt 18 km südlich von Ürgüp und 10 km von der unterirdischen Stadt Kaymakli entfernt.
An unterschiedlichen Stellen wurden vier Eingänge entdeckt. Der eigentliche Eingang ist ein Korridor, der aus ungeordneten Steinen angeordnet ist. Der große Schiebestein des kurzen Korridores konnte den Ein- u. Ausgang in und aus der Stadt kontrollieren. Im inneren Bereich wurde das kleine Zimmer so angelegt, dass der Stein ohne große Schwierigkeiten bewegt werden konnte. Die unterirdischen Räumlichkeiten sind ähnlich der anderen Städte. Durch einen kurzen Korridor kann die unterirdische Kirche erreicht werden. Auch diese Räumlichkeit kann durch einen Schiebestein abgesperrt werden. Die Kirche verfügt über eine Abszisse, ausgerundete Ecken und ihre Front ist durch Reliefs verziert.
Die unterirdische Stadt Özlüce
Die mit ihrem alten Namen als "Zile" bezeichnete Stätte liegt an der Verbindung Nevsehir – Derinkuyu, 6 km westlich des Städtchens Kaymakli.
Sie besteht aus zwei durch einen Gürtel verbundene Bereiche, der Eingang ist aus Basalt. Später wurde ein 15 m langer Verbindungsweg aus Schottergestein erstellt, durch den das eigentliche Tuffgestein erreicht werden konnte. Die Räumlichkeiten, die den Zugang zu dieser unterirdischen Stätte ermöglichen sind aus Stein errichtet, die Stadt selbst, die durch Felsaushöhlungen errichtet wurde, ist etwas später entstanden. Am Ende des Korridors befindet sich ein harter Granitstein mit einem Durchmesser von 1,75 m, der als Schiebestein diente.
Der Hauptraum des Einganges ist gleichzeitig der größte Raum dieser Stadt und besteht aus zwei Bereichen. Rechts des Raumes befand sich ein Nahrungsmitteldepot, links davon die Aufenthaltsräumlichkeiten.
Die unterirdische Stadt Özlüce kann mit der Fertigstellung der Beleuchtung und Umweltplanung für den Tourismus zugänglich gemacht werden.
Die unterirdische Stadt und Kirche Tatlarin
Diese unterirdische Stadt liegt im Bezirk Nevsehir, 10 km von der Kreisstadt Acigöl entfernt im Städchen Tatlarin an der Wand des als "Kale" bezeichneten Hügels. Die vorhandene Kirche besteht aus zwei Nefs (in die Wand eingehöhlter Halbbogen), zwei Abszissen und einem Gewölbe, ihre Narthex (Vorhalle) ist zerstört. Die ziemlich gut erhaltenen Fresken sind durch Bänder voneinander getrennt. Sie sind auf grauem Grund mit violetten, senffarbigen und roten Farben gemalen.
Die im Jahre 1991 für Besucher zugänglich gemachte Stadt weist große Räumlichkeiten auf. Aufgrund dieser Räumlichkeiten, ihrem Nahrungsmitteldepot und der Vielzahl von Kirchen erinnert sie an ein Klosterkomplex oder Garnisonsquartier. Die Stadt verbreitet sich über ein ziemlich breites Gebiet, allerdings konnte bisher nur ein kleiner Teil davon frei gegeben werden; zwei Stockwerke sind zu besichtigen. Ihre größte Besonderheit im Vergleich zu den anderen unterirdischen Städten liegt im Vorhandensein einer Toilette.
Textquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus überarbeitet von Peter Kaiser